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Klimaneutralität – was ist das überhaupt?

Das Prädikat „klimaneutral“ oder „CO2-neutral …“ oder „emissionsneutral …“ erschließt sich dann, wenn die Definition von Klimaneutralität klar zur Verfügung steht. Es gibt aber keine Norm für den Begriff Klimaneutralität und deshalb stellen wir hier die Terminologie vor, die unserem Projekt „Förderung von CO2-Emissionsreduzierung“ zugrunde liegt.

Was bedeutet also „klimaneutral“ eigentlich?

Richtig erscheint die Definition, wonach Klimaneutralität erst dann vorliegt, wenn die Menschheit insgesamt nicht mehr CO2-Emissionen verursacht als durch das Ökosystem Erde verkraftet werden kann, so dass das Ökosystem in einem weitestgehend stabilen Zustand bleibt, wie er in den zurückliegenden rund 200 Menschengenerationen vorlag. Es geht also klar und deutlich um die Bilanz der Emissionen:

Summe der Klimabelastung = Summe der CO2-Emissionen – Summe der CO2-Absorptionen

Die Summe der von Menschen zu verantwortenden CO2-Emissionen beträgt 32 bis 53 Mrd. Tonnen / Jahr abhängig von den Faktoren, die bei der Summenbildung gezählt oder nicht berücksichtigt werden. In diesem Projekt wird die Summe auf 37 Mrd. t (Stand 2017) beziffert, wohl wissend, dass damit nur ein Teil des Gesamtproblems abgebildet wird. CO2-Zertifikate entstehen dadurch, dass durch Einsparungsmaßnahmen von einem ehemaligen Stand zum jetzigen Stand die Emissionsmenge reduziert wird. Diese Einsparungsmaßnahmen werden bei den Vereinten Nationen (UN) als CER- oder VER- CO2-Zertifikate gelistet.

Den Mechanismus des Erwerbs und der Stilllegung von CO2-Zertifikaten bezeichnen wir hier explizit nicht als Maßnahme zum Erreichen des Status Klimaneutralität mit folgender Begründung:

  • Die Summe der durch Menschen verursachten CO2-Emissionen beträgt ca. 37 Mrd. t / Jahr. Es existiert dem gegenüber ungefähr eine Menge von 1,5 Mrd. Tonnen CO2- Zertifikate. Dies bedeutet also, dass die Summe der Emissionen ohne Zertifikatmaßnahmen bei 38,5 Mrd. t / Jahr liegen würde.
  • Momentan verkraftet die Erde eine Emissionsmenge von ca. 12 Mrd. t / Jahr. Die Diskrepanz ist enorm. Unsere Definition von Klimaneutralität erlaubt also nicht, dass eine tatsächlich getätigte Emission durch eine Zertifikat-Emissionseinsparung „klimaneutral“ gemacht werden kann. Selbst wenn 37 Mrd. t Emissionen gegenüber 37 Mrd. t CO2-Zertifikaten vorhanden wären, könnte man nicht von Klimaneutralität sprechen, weil z.Zt. eben nur 12 Mrd. t Emissionen / Jahr (mit sinkender Tendenz) vom Ökosystem Erde verkraftet werden.

Der Ausgleich einer stattfindenden Emission durch eine Stilllegung eines CO2- Zertifikats ist bewusst als Maßnahme wahrzunehmen, die im freiwilligen, konkreten Tun von Privatpersonen einer Willenserklärung zur Förderung von CO2-Emissionsreduzierung entspricht. Diesen Willen beurteilen wir eindeutig positiv und durchaus wirksam. …. Fortsetzung folgt ….

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